Ausbildereignungsprüfung nicht bestanden

Bei der Ausbildereignungsprüfung durchgefallen; leider passiert das immer wieder.

Sofern ein Prüfling die Ausbildereignungsprüfung nicht bestanden hat, lag es meist am praktischen” Prüfungsteil (= mündlichen Prüfung).

Der praktische Teil der Ausbildereignungsprüfung besteht aus

vorab ein Sonderfall: Vermeintlicher Täuschungsversuch

Einer Ausbilderin wurde vorgeworfen, innerhalb der mündlichen Prüfung eine Präsentation durchgeführt zu haben, die mit einer Präsentation übereinstimmt, die auf YouTube abrufbar ist: “Dies stellt eine schwere Täuschungshandlung dar, denn Sie haben eine fremde Leistung als Ihre eigene Leistung ausgegeben.”

Der Prüfungsausschuss hatte der betreffenden Ausbilderin die Möglichkeit gegeben, sich zum Täuschungsvorwurf zu äußern (downloadbare PDF).

 


Fall 1: Ausbilderprüfung bei der IHK Köln nicht bestanden
, im zweiten Anlauf bei der IHK Bonn: 90%!

Hallo, Herr Vogt,

… Den schriftlichen Teil der AEVO-Prüfung habe ich bereits bestanden. 

Meine erste Unterweisung (mündliche Prüfung) bei der IHK Köln habe ich jedoch nicht bestanden.

Ich habe bei der ….-Akademie ein Seminar “Qualitätstraining AEVO IHK” besucht. Hier wurde nur die 4-Stufen-Methode unterrichtet. – Mit der Vier-Stufen-Methode bin ich bei der IHK Köln durchgefallen.

Da ich zwischendurch schwanger geworden bin und ein Jahr in Elternzeit war und nun wieder in Vollzeit arbeite, ist einiges an Zeit vergangen.

Meine Zeit ist sehr begrenzt, aber ich möchte die Ausbilderprüfung zu Ende bringen, zumal ich diesen Schein auch benötige, um die Prüfung zur Personalfachkauffrau abzuschließen. – Wenn ich diesmal wieder nicht bestehe, sind alle bisherigen bestandenen Prüfungen für die Personalfachkauffrau nach 2 Jahren nicht mehr gültig.

Ich habe das Lehrgespräch nie gelehrt bekommen und musste mich selber informieren. – Der Unterweisungsentwurf steht einigermaßen.

Mit Ihren Lernkarten versuche ich, mich auf den mündlichen Teil der AEVO-Prüfung vorzubereiten. Ich weiß allerdings nicht, wie die IHK Bonn ihre Prüfung gestaltet. In Köln ging es sehr unfreundlich und sehr streng zur Sache. – In Bonn muss ich meinen Azubi selber mitbringen.

Ich hoffe, ich kann Ihnen morgen schon mein Unterweisungsentwurf zusenden. (Anmerkung: Die “Durchsicht des Konzepts für eine Unterweisung” / der Konzept-Check ist ein optionales Zusatzprodukt meines AEVO-OnlineKurses.) 

Mit freundlichem Gruß aus Köln
(Name bewusst nicht veröffentlicht)

Auszug meiner Mail nach Erhalt des Unterweisungsentwurfs:

Hallo, Frau …XY…,

Ihr aktuelles Unterweisungskonzept ist sehr gut: formal und inhaltlich; besonders gut gelungen ist Ihnen das gemeinsame Erarbeiten: öffnende Fragen und Anweisungen an den Azubi, jeweils etwas Bestimmtes zu tun. Richt-, Grob- und Feinlernziel stimmen. Die Erfolgskontrolle passt zum Lernziel. Anknüpfung zu Beginn und Ausblick zum Schluss sind vorhanden und stimmig.

Wenn Sie Ihre Unterweisung in der erneuten mündlichen AEVO-Prüfung in dieser Weise durchführen, bekommen Sie hierfür mindestens ein ‚Gut‘!

Meine Anmerkungen finden Sie im Anhang. – Guten Erfolg! Ich drücke Ihnen die Daumen, damit Sie in Kürze Ihren AdA-Schein im zweiten Anlauf problemlos bekommen!

Beste Grüße, schönes WE
Ihr R. Vogt

Abschließender Erfolgsbericht der Dame:

Guten Morgen Herr Vogt,

wie Recht Sie hatten. Ich habe 90 Punkte für das Lehrgespräch bei der IHK Bonn erhalten!

Ihre AEVO-Lernkarten und Ihre Informationen sind “Gold wert”.

Den Input hatte ich in meinem Ausbilder-Seminar für sehr viel Geld und viel Zeiteinsatz leider nicht erhalten.
(Anmerkung: Es handelte sich nicht um mein Ausbilder-Seminar.)

Bei der IHK Bonn bringt man seinen Azubi mit. – Ggf. für Sie oder Ihre Teilnehmer interessant: Das Intro zur Ausgangssituation, was ca. 4-5 Min umfasst, zählt zu den 15 Minuten der Unterweisungszeit. Das wusste ich nicht. Ich musste während der Prüfung mein Konzept kürzen und den Azubi kurz darauf vorbereiten. (Das nennt man dann wohl Problemlösungskompetenz.)

Mit 14,5 Min für das Lehrgespräch mit Intro und am Ende mit einem kurzen Dialog mit mir selber, indem ich reflektiere und zu dem Schluss komme, dass ein Lehrgespräch ideal für diese Art Sachverhalt war, zumal die Erfolgskontrolle positiv verlaufen ist, und 15 Min Fachgespräch.

Bei der IHK Bonn war es völlig anders als bei IHK Köln. Auch die Prüferfragen im Fachgespräch waren absolut anders.

IHK Bonn ist in Sachen Zeit von 15 Min sehr streng. Nach 15 Min wäre das Lehrgespräch abgebrochen worden. 

Keine Sekunde drüber ist erwünscht. Bei der IHK Köln hat man eine Toleranz von 1 – 2 Minuten mehr als in Ordnung angesehen. Dennoch waren in Bonn die Prüfer wesentlich menschlicher / zugänglicher als in Köln.

Das war meine Rückmeldung zu meiner AdA-Prüfung.

Ich bedanke mich nochmals bei Ihnen
Alles Gute! – Freundlichen Gruß aus …

 

Fall 2: Bei der Handwerkskammer Köln die AdA-Prüfung nicht bestanden.

Hallo Herr Vogt,

ich wollte mich bei Ihnen melden wegen meiner AEVO-Prüfung heute Morgen (Anmerkung: bei der HwK Köln).

Was soll ich sagen? Bestanden! Unterweisung und Fachgespräch: beides mit Note 3:-)

Noch mal recht herzlichen Dank für Ihre tolle Unterstützung. Ohne diese wäre es wahrscheinlich nicht so ausgegangen. Ihre Hilfe hat sehr dazu beigetragen, wie wir (Anm.: Ausbilder und mitzubringender Azubi) uns in der mündlichen Prüfung verhalten sollen. Die Fragen, die Sie mir gestellt hatten, waren fast auch so, wie in der Prüfung.

Wie gesagt noch mal herzlichen Dank

Anmerkung: Dieser Ausbilder hatte nicht an meinem Ausbilder-Seminar teilgenommen. – Nachdem er zunächst in der mündlichen Prüfung durchgefallen war, habe ich ihn (zusammen mit seiner Mitarbeiterin, die in der Prüfung die Rolle der Auszubildenden übernehmen sollte) in einer etwa vierstündigen Veranstaltung auf den AdA-Schein im “zweiten Anlauf” vorbereitet.

Innerhalb dieses 4-Stunden-Trainings hatten wir auch das Fachgespräch anhand von 32 typischen AEVO-Prüfungfragen trainiert. Diese 32 Fragen sind Teil des Aufbau-Moduls meines AEVO-OnlineKurses. – Sie können Teile dieses AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen.

meine Fachaufsichtsbeschwerde gegen die HwK Köln,
aber in einem anderen Fall.

 

Fall 3: Schon zweimal die Ausbildereignungsprüfung nicht bestanden – dann aber mit “sehr gut“!

Sehr geehrter Herr Vogt,

ich hatte am heutigen Tag meine praktische Ausbildungseignungsprüfung. 

Meine ersten beiden Versuche wurden jeweils mangelhaft bewertet. Vor dem dritten und letzten Versuch haben Sie mich auf die Prüfung vorbereitet und das war die beste Wahl, die ich treffen konnte. Heute habe ich meine Prüfung mit 92% sehr gut bestanden. 

Gerne können Sie meine Mail auf Ihrer Internetseite veröffentlichen. – Die Punkte, die für einen Besuch Ihrer Vorbereitung sprechen, sind:

– Treffende Analyse der Probe-Unterweisung
– Ausführliche Nachbesprechung
– Intensive Simulation des Fachgespräches
– Informatives Handout
– Sehr gute Atmosphäre

Alles in allem war der Besuch Ihrer Vorbereitung jeden Euro Wert.

Viele Grüße aus Bornheim
Torsten N.

Anmerkung

Herr N. ist nach meiner Einschätzung ein exzellenter Lerner. Er hatte sich die Inhalte der Industriemeisterprüfung autodidaktisch beigebracht. Lediglich den praktischen Teil der Ausbildereignungsprüfung hatte er bei der IHK Köln zunächst zweimal nicht bestanden.

Zwei Prüfungsausschüsse in Köln hatten absolut unterschiedliche Vorstellungen von der Präsentation‘: Vor seiner ersten Präsentation hatte sich Herr N. an die schriftlichen Vorgaben der IHK Köln gehalten; der Prüfungsausschuss hatte aber ganz andere Vorstellungen. Vor seiner zweiten Präsentation hatte sich Herr N. nach den Erwartungen des ersten Prüfungsausschusses gerichtet; der zweite Prüfungsausschuss fand das aber überhaupt nicht OK.

Herr N. hatte in dieser Sache sogar mit dem Geschäftsführer der IHK Köln verhandelt, der schließlich die Unstimmigkeiten bei der IHK eingestanden hatte!

Erst danach hatte sich Herr N. an mich gewandt; ich habe ihn in einer etwa vierstündigen Veranstaltung auf den dritten und damit letzten(!) Versuch für seine Ausbildungseignungsprüfung vorbereitet.

Schon seit mehr als zehn Jahren rate ich allen Prüflingen davon ab, sich für die ‘Präsentation‘ zu entscheiden, weil es hierzu auf Seiten der Prüfer noch weit mehr unterschiedliche Erwartungen gibt als an die ‘Durchführung’ (‘Unterweisung’). – Den dritten und somit letztmöglichen Versuch zum praktischen Teil der Ausbildereignungsprüfung hatte er bei der IHK Bonn mit 92% (Note: sehr gut) bestanden!

Ja, ich halte mich wirklich für einen guten Vorbereiter auf die Ausbilderprüfung, aber die Prüfungsergebnisse hängen leider auch von der Prüfer-Kompetenz ab!

 

Fall 4: mündliche AdA-Prüfung der IHK Koblenz wurde annulliert 

Ich hatte in Koblenz ein Ausbilderseminar durchgeführt, an dem insgesamt 15 Damen und Herren teilnahmen.

Beim praktischen Teil hatten fünf  meiner 15 TeilnehmerInnen die Ausbilderprüfung angeblich nicht bestanden!

Einer der Prüfer hatte die betreffenden Damen und Herren anschließend mit der Aussage trösten wollen, dass das Prüfungsversagen sicherlich nicht deren Schuld sei; sie sollten vor der Wiederholungsprüfung am besten noch einmal an einem Seminar der IHK Koblenz oder der DAA-Akademie teilnehmen. (Im Umkehrschluss: Der Seminarleiter Vogt ist wohl inkompetent!)

Nach meiner umfangreichen Recherche zum Prüfungsgeschehen und langwierigen Auseinandersetzungen mit der IHK Koblenz endete die Geschichte so:

  • Der betreffende Prüfungsausschuss wurde aufgelöst.
  • Einer der Prüfer wurde seiner Prüferfunktion enthoben.
  • Die Prüfung wurde aufgehoben! Die betreffenden fünf Damen und Herren durften die “erste” Prüfung kurze Zeit später wiederholen, ohne dass sie erneut die Prüfungsgebühren bezahlen mussten. Die erste Prüfung wurde als nicht durchgeführt gewertet.

Das Ergebnis der “wiederholten Erstprüfung / praktischer Teil”:

  • Zwei TeilnehmerInnen hatten die Ausbildereignungsprüfung mit der Note “3” bestanden.
  • Zwei weitere TeilnehmerInnen hatten die Prüfung mit der Note “2” bestanden.
  • Eine Teilnehmerin hatte die Ausbildereignungsprüfung nun sogar mit der Note “1” bestanden!

Schon Jahre zuvor hatte ich mich immer wieder einmal wegen fehlerhafter schriftlicher und wegen fehlerhafter praktischer Prüfungen mit einigen IHKs auseinandergesetzt. Ich hatte stets das Gefühl, zwar freundlich formulierte Antworten zu bekommen, aber in der Sache nur auf taube Ohren gestoßen. 

Seit dem Vorfall in der IHK Koblenz bin ich resoluter geworden: Ich habe inzwischen gegen mehrere IHKs und gegen eine Handwerkskammer wegen nachweislich dauerhaft rechtswidiger Ausbildereignungsprüfungen jeweils erfolgreich Fachaufsichtsbeschwerden eingereicht …

Wenn es Sie tatsächlich interessiert: Sie können den kompletten, umfangreichen Schriftwechsel mit der IHK Koblenz gern selber lesen. 

Ausschnitt: Rückmeldungen von Teilnehmern dieser Prüfung in der IHK sowie meine Begründungen, weshalb die Prüfer-Kompetenz mangelhaft war PDF).

 

Fall 5: Prüfling hatte vor dem Verwaltungsgericht Köln geklagt.

Einer meiner Seminarteilnehmer hatte innerhalb unseres Ausbilderseminars die Generalprobe seiner Unterweisung (Lehrgespräch) schon ziemlich gut durchgeführt.

Ich hatte ihm empfohlen, noch zwei / drei Kleinigkeiten zu verbessern. – sinngemäßes Zitat von mir: “Dann kann die Prüfungskommissions nichts anderes, als Ihnen hierfür die Note “1” zu geben.”

Es kam aber ganz anders: Dem Prüfling wurde sofort nach seiner Unterweisung gesagt, dass er hierfür nur die Note “5” verdient habe (IHK Köln, Zweigstelle Gummersbach)!

Der Prüfling war von diesem Statement dermaßen geschockt, dass er im anschließenden Fachgespräch tatsächlich zahlreiche gravierende Fehler machte und manche Fragen überhaupt nicht beantworten konnte. (“Stress macht dumm!”)

Weil sich im anschließenden Telefonat des Prüflings mit mir klar zu erkennen war, dass die Prüfungskommision mit ihrer Note “5” für die praktische Prüfung völlig daneben lag, hatte der Prüfling zunächst Widerspruch gegen das Prüfungsergebnis eingereicht. Diesen Widerspruch hat die IHK mit seltsamen Begründungen verworfen.

Danach hat der Prüfling gegen die IHK Köln, Zweigstelle Gummersbach, Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln erhoben. – Aufgrund der schriftlichen Klagebegründung des Prüflings und der schriftlichen Klageabweisungsbegründung der IHK hatte der Richter die beiden Parteien in der mündlichen Verhandlung zu einem außergerichtlichen Vergleich aufgefordert, und zwar mit dem Inhalt “Ausbildereignungsprüfung wird annulliert.” – Diesem Vorschlag hat auch die IHK-Rechtsvertreterin sofort zugestimmt. – Hier können Sie die Details erfahren.

Anmerkung: Das ist das bestmögliche Ergebnis, das der Prüfling erreichen konnte; denn kein Richter kann das Prüfungsergebnis “5” weder auf “4” noch auf “1” ändern.

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Was Sie tun können, wenn die IHK nach “Ausbildereignungsprüfung nicht bestanden” die Herausgabe einer Kopie des Prüfungsprotokolls verweigert.

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Für Prüflinge, die im ersten Anlauf den praktischen Teil der Ausbildereignungsprüfung nicht bestanden hatten, gibt es eine gute Hilfe: das Aufbau-Modul meines AEVO-OnlineKurses. – Sie können mehrere Lerninhalte des AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen!

 

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