besonders wichtige Teile der AEVO – Ausbildereignungsverordnung

Die Ausbildereignungsverordnung basiert auf §

§ 1 Geltungsbereich (AEVO)

Ausbilder und Ausbilderinnen haben für die Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz den Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach dieser Verordnung nachzuweisen. …”

Ausbildereignungsprüfung nach AEVO

Erläuterungen:

Fertigkeiten‘ = manuelle Qualifikationen; typisch für handwerkliche Tätigkeiten – Innerhalb der Ausbildereignungsprüfung gelten ‘Fertigkeiten’ als ‘psychomotorischer Bereich’.

Kenntnisse‘ = werden in allen Berufen gebraucht (= Wissen) – Innerhalb der Ausbildereignungsprüfung gelten ‘Kenntnisse’ als ‘kognitiver Bereich’.

Fähigkeiten‘ = zum Beispiele die inneren Einstellungen, Überzeugungskraft, das Auftreten – Innerhalb der Ausbildereignungsprüfung gelten ‘Fähigkeiten’ als ‘affektiver Bereich’.

Die “berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten” werden als ‘berufs- und arbeitspädagogische Eignung’ zusammengefasst.

 

§ 2 Berufs- und arbeitspädagogische Eignung (AEVO)

Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung umfasst die Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Berufsausbildung in den Handlungsfeldern:

1.   Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen,
2.   Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken,
3.   Ausbildung durchführen und
4.   Ausbildung abschließen.

 

Anmerkung: Die obigen vier Handlungsfelder (§ 3 AEVO) werden wie folgt konkretisiert:

§ 3 Handlungsfelder  (AEVO)

Absatz 1

(1) Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 1 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung,
Ausbildungsvoraussetzungen zu prüfen und Ausbildung zu planen. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,

  1. die Vorteile und den Nutzen betrieblicher Ausbildung darstellen und begründen zu können,
  2. bei den Planungen und Entscheidungen hinsichtlich des betrieblichen Ausbildungsbedarfs auf der Grundlage der rechtlichen, tarifvertraglichen und betrieblichen Rahmenbedingungen mitzuwirken,
  3. die Strukturen des Berufsbildungssystems und seine Schnittstellen darzustellen,
  4. Ausbildungsberufe für den Betrieb auszuwählen und dies zu begründen,
  5. die Eignung des Betriebes für die Ausbildung in dem angestrebten Ausbildungsberuf zu prüfen sowie, ob und inwieweit Ausbildungsinhalte durch Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte, insbesondere Ausbildung im Verbund, überbetriebliche und außerbetriebliche Ausbildung, vermittelt werden können,
  6. die Möglichkeiten des Einsatzes von auf die Berufsausbildung vorbereitenden Maßnahmen einzuschätzen sowie
  7. im Betrieb die Aufgaben der an der Ausbildung Mitwirkenden unter Berücksichtigung ihrer Funktionen und Qualifikationen abzustimmen.

Muster einer Lernkarte:

 

Absatz 2

(2) Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 2 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, die Ausbildung unter Berücksichtigung organisatorischer sowie rechtlicher Aspekte vorzubereiten. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,

  1. auf der Grundlage einer Ausbildungsordnung einen betrieblichen Ausbildungsplan zu erstellen, der sich
  2. insbesondere an berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen orientiert, die Möglichkeiten der Mitwirkung und Mitbestimmung der betrieblichen Interessenvertretungen in der Berufsbildung zu berücksichtigen,
  3. den Kooperationsbedarf zu ermitteln und sich inhaltlich sowie organisatorisch mit den Kooperationspartnern, insbesondere der Berufsschule, abzustimmen,
  4. Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Auszubildenden auch unter Berücksichtigung ihrer
  5. Verschiedenartigkeit anzuwenden, den Berufsausbildungsvertrag vorzubereiten und die Eintragung des Vertrages bei der zuständigen Stelle zu veranlassen sowie
  6. die Möglichkeiten zu prüfen, ob Teile der Berufsausbildung im Ausland durchgeführt werden können.

Lernkarten-Muster:

 

Absatz 3

(3) Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 3 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, selbstständiges Lernen in berufstypischen Arbeits- und Geschäftprozessen handlungsorientiert zu fördern. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,

  1. lernförderliche Bedingungen und eine motivierende Lernkultur zu schaffen, Rückmeldungen zu geben und zu empfangen,
  2. die Probezeit zu organisieren, zu gestalten und zu bewerten,
  3. aus dem betrieblichen Ausbildungsplan und den berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen betriebliche Lern- und Arbeitsaufgaben zu entwickeln und zu gestalten,
  4. Ausbildungsmethoden und -medien zielgruppengerecht auszuwählen und situationsspezifisch einzusetzen,
  5. Auszubildende bei Lernschwierigkeiten durch individuelle Gestaltung der Ausbildung und Lernberatung zu unterstützen, bei Bedarf ausbildungsunterstützende Hilfen einzusetzen und die Möglichkeit zur Verlängerung der Ausbildungszeit zu prüfen,
  6. Auszubildenden zusätzliche Ausbildungsangebote, insbesondere in Form von Zusatzqualifikationen, zu machen und die Möglichkeit der Verkürzung der Ausbildungsdauer und die der vorzeitigen Zulassung zur Abschlussprüfung zu prüfen,
  7. die soziale und persönliche Entwicklung von Auszubildenden zu fördern, Probleme und Konflikte rechtzeitig zu erkennen sowie auf eine Lösung hinzuwirken,
  8. Leistungen festzustellen und zu bewerten, Leistungsbeurteilungen Dritter und Prüfungsergebnisse auszuwerten, Beurteilungsgespräche zu führen, Rückschlüsse für den weiteren Ausbildungsverlauf zu ziehen sowie
  9. interkulturelle Kompetenzen zu fördern.

Muster einer Lernkarte:

 

Absatz 4

(4) Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 4 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, die Ausbildung zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen und dem Auszubildenden Perspektiven für seine berufliche Weiterentwicklung aufzuzeigen. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,

  1. Auszubildende auf die Abschluss- oder Gesellenprüfung unter Berücksichtigung der Prüfungstermine vorzubereiten und die Ausbildung zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen,
  2. für die Anmeldung der Auszubildenden zu Prüfungen bei der zuständigen Stelle zu sorgen und diese auf durchführungsrelevante Besonderheiten hinzuweisen,
  3. an der Erstellung eines schriftlichen Zeugnisses auf der Grundlage von Leistungsbeurteilungen mitzuwirken sowie
  4. Auszubildende über betriebliche Entwicklungswege und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren und zu beraten.

 

Frage eines Käufers der AEVO-Lernkartei:

Hallo Herr Vogt,

ich habe eine Frage zu ihren Lernkarten. In wieweit sind die einzelnen Karten mit den Überschriften Fragetechnik, Lernziele, Erfolgskontrolle usw. prüfungsrelevant? Werden solche Dinge in der schriftlichen Prüfung auch abgefragt oder reicht es, wenn ich fachlich fit bin?

Liebe Grüße,
L… B….

 

meine Antwort:

Guten Tag, Herr  B….,

stellen Sie sich die prüfungsrelevanten Inhalte bitte mit 100% vor.

Von diesen 100% decken die Lernkarten etwa 95% ab; alle Lernkarten-Inhalte sind prüfungsrelevant.

In den einzelnen schriftlichen Prüfungen können wegen der begrenzten Anzahl der Aufgaben und der begrenzten Prüfungsdauer nur etwa 10 bis 15% aller prüfungsrelevanten Teile abgefragt werden; der Teilbereich ‘Lernziele’ ist nach meiner Erfahrung immer dabei!

Beste Grüße
Ihr Reinhold Vogt

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